Biofeedback bei Kopfschmerzen

Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten Schmerzbildern in unserer Gesellschaft. Bei ca. 15% aller betroffenen Menschen erwächst aus den Kopfschmerzen ein starker Leidensdruck. Ca. 90% der Kopfschmerzen lassen sich dabei auf zwei Typen zurückführen: zum einen der Spannungskopfschmerz, welcher einen anhaltenden dumpfen, drückenden Schmerzcharakter hat, dabei die Ausführung von Tagesvorhaben aber nicht nachhaltig behindert. Zum anderen stellt sich die Migräne als anfallsartiger Schmerz dar, der sich pochend und hämmernd zeigt und den Betroffenen licht- und lärmempfindlich werden lässt und somit oft die Ausübung der normalen Tagesroutine verhindert.

Die Biofeedback-Behandlung lässt sich nach derzeitigem medizinischen Wissensstand kaum aus der Behandlung von chronischen Kopfschmerzen wegdenken. Die Deutsche Kopfschmerz- und Migräne-Gesellschaft empfiehlt Biofeedback sogar als die effektivste nichtmedikamentöse Kopfschmerz-Behandlungsmethode.

Dabei werden je nach Kopfschmerztyp verschiedene Biosignale rückgemeldet:
Beim Kopfschmerz vom Spannungstyp besteht das Hauptziel in einer Verringerung der Muskelspannung im Hals-Nacken-Bereich. Das Biofeedback wird hierbei genutzt, um die Muskelspannung über das EMG rückzumelden und entsprechende Veränderungen unmittelbar sichtbar zu machen, so dass der Klient lernt, einen entspannten muskulären Zustand herzustellen und aufrechtzuhalten.

Bei der Behandlung der Migräne steht das Vasokonstriktionstraining im Zentrum: hierbei wird der Durchmesser der Schläfenarterie rückgemeldet, der sich während eines Migräneanfalls schlagartig erweitert. Im Training erlernt der Klient Techniken zur Verringerung des Durchmessers der Arterie, um drohende Anfälle aufhalten zu können. Damit soll die Anfallshäufigkeit reduziert und ein schmerzfreieres Leben ermöglicht werden.

Meist werden 6-8 Sitzungen benötigt, um die entsprechende Technik zu erlernen. Die Kosten für eine Einheit à 45 Minuten belaufen sich auf 70 Euro.

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