Schlaftraining – Sie leiden unter Ein- und Durchschlafstörungen?

Symptome eines gestörten Schlafs sind häufige Beschwerden in unserer Gesellschaft und häufig  Vorläufer ernster psychischer Erkrankungen wie Depressionen. Empirische Studien konnten nachweisen, dass Schlafprobleme maßgeblich durch psychologische Faktoren bedingt sind. Dazu zählen v.a. kognitive Variablen wie Grübeln oder Sorgen, aber auch Emotionen wie Ärger über die Schlafprobleme oder Angst vor den morgendlichen Konsequenzen. Dysfunktionale Schlafgewohnheiten, die im Laufe der Zeit erworben worden oder ungünstige Selbstmedikationsversuche stellen häufige Ursachen dar.

Das Behandlungsprogramm besteht aus 6 Terminen a 60 min, die alle in der Gruppe mit bis zu 10 Teilnehmern stattfinden. Durch gezielte Informationsvermittlung soll der Teufelskreis der Hilflosigkeit und Angst gegenüber der Schlafstörung durchbrochen und eigene Ressourcen und Kompetenzen verstärkt werden. Besonderes Augenmerk wird auf die Umstrukturierung der schlafbezogenen Gedanken gelegt, da diesen eine stark aufrechterhaltende Rolle zukommt. Neben diesen Variablen beinhaltet das Programm das Prinzip der Schlafrestriktion, d.h. einer systematischen Anpassung des Schlaffensters an die tatsächliche Schlafzeit (Bettliegezeit soll gleich Schlafzeit sein), wodurch unnötige Wachphasen im Bett vermieden und das Schlafen wieder effizienter gemacht werden sollen.

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Wirksamkeit des Schlaftrainings

Insgesamt konnte in mehreren vergleichenden Forschungsarbeiten zu verschiedenen Trainingsprogrammen eine deutliche Verbesserung der Schlafqualität festgestellt werden. Auch die Schlafdauer verlängerte sich signifikant. Diese Effekte zeigten sich auch in Nachuntersuchungen nach einem Jahr stabil.
Die Effekte des vorliegenden Trainingsprogramms wurden an Patienten untersucht, die an langandauernden Schlafstörungen litten. Nach dem Training zeigte zu allen Erhebungszeiten (unmittelbar nach dem Training, nach 3 Monaten, nach 6 Monaten) eine signifikante Verbesserung in der Selbsteinschätzung in den Variablen Schlaferholsamkeit, Einschlafdauer, Gesamtschlafdauer und nächtliche Wachliegezeit. Zudem nahmen die Fokussierung auf den Schlaf sowie Grübelaktivitäten signifikant ab, auch das Ausmaß von Depressivität verringerte sich signifikant. Ein weiterer positiver Effekt bestand in der Reduzierung suchtgefährdender Verhaltensweisen: 80% der Teilnehmer setzen zuvor regelmäßig eingenommene Schlafmittel vollständig ab, die übrigen Patienten reduzierten die Einnahme um mehr als 50% der Dosis. Genannte Effekte zeigten sich auch in der Nachuntersuchung nach 6 Monaten stabil.

Wissenschaftlicher Hintergrund

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