Schlaftraining
Sie leiden unter Ein- oder Durchschlafstörungen?
Symptome eines gestörten Schlafs sind häufige Beschwerden in unserer Gesellschaft. Empirische Studien zum Schlaf konnten nachweisen, dass die nichtorganischen Schlafstörungen (Insomnie) maßgeblich durch auslösende und aufrechterhaltende psychologische Faktoren bedingt sind. Dazu zählen v.a. kognitive Variablen wie Grübeln oder Sorgen aber auch Emotionen wie Ärger über die Schlafstörung oder Angst vor den morgendlichen Konsequenzen. Dysfunktionale Schlafgewohnheiten, die im Laufe der Zeit erworben worden oder ungünstige Selbstmedikationsversuche stellen häufige Ursachen dar. Mit Hilfe des angebotenen Programms können diese zugrunde liegenden Mechanismen bewusst gemacht und verändert werden. Zudem werden wichtige Informationen über Schlaf und Schlafhygiene vermittelt. Zudem werden ausführlich unter Anleitung Methoden zur Entspannungsfähigkeit vermittelt, die mittels Biofeedback unterstützt werden. Der Kurs umfasst 6 Sitzungen zu jeweils 60 min.
Über Kurstermine und Kosten informieren Sie sich bitte persönlich bei uns.
Wissenschaftlicher Hintergrund zu Schlafstörungen :
Schlafstörungen bzw. Beeinträchtigungen eines erholsamen Schlafs sind Beschwerden, die im Laufe des Lebens jeden Menschen zumindest zeitweise betreffen können. Unter chronischen Schlafstörungen werden jene Zustandsbilder verstanden, die durch Ein- oder Durchschlafstörungen und frühmorgendliches Erwachen gekennzeichnet sind. Die Häufigkeit von Schlafstörungen wird in der westlichen Gesellschaft bei erwachsenen Personen auf ca. 1/3 geschätzt. Der häufig chronische Verlauf stellt einen hohen gesundheitlichen Risikofaktor dar, da anhaltende Schlafstörungen enorme Belastungen für den Einzelnen und die Gesellschaft bedeuten können, die Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden. Die Betroffenen erleben einen enormen Leidensdruck, der von der Umwelt häufig nicht geteilt wird. Je länger die Insomnie andauert, desto größer ist das Risiko für weitere Erkrankungen wie Depression oder andere körperliche Erkrankungen.
Studien konnten nachweisen, dass die nichtorganischen Insomnien maßgeblich durch auslösende und aufrechterhaltende psychologische Faktoren bedingt sind. Dazu zählen v.a. gedankliche Variablen wie Grübeln oder Sorgen aber auch Gefühle wie Ärger über die Schlafstörung oder Angst vor den morgendlichen Konsequenzen. Dysfunktionale Schlafgewohnheiten, die im Laufe der Zeit erworben worden oder ungünstige Selbstmedikationsversuche stellen häufige Ursachen dar. Mit Hilfe verhaltenstherapeutischer Programme können diese zugrundeliegenden Mechanismen bewusst gemacht und verändert werden.
Das Schlaftraining
Das Behandlungsprogramm besteht aus 6 Terminen a 90 min, die alle in der Gruppe mit bis zu 10 Teilnehmern stattfinden. Durch gezielte Informationsvermittlung soll der Teufelskreis der Hilflosigkeit und Angst gegenüber der Schlafstörung durchbrochen und eigene Ressourcen und Kompetenzen verstärkt werden. Besonderes Augenmerk wird auf die Umstrukturierung der schlafbezogenen Gedanken gelegt, da diesen eine stark aufrechterhaltende Rolle zukommt. Neben diesen Variablen beinhaltet das Programm das Prinzip der Schlafrestriktion, d.h. einer systematischen Anpassung des Schlaffensters an die tatsächliche Schlafzeit (Bettliegezeit soll gleich Schlafzeit sein), wodurch unnötige Wachphasen im Bett vermieden und das Schlafen wieder effizienter gemacht werden sollen.
Wirksamkeit des Schlaftrainings
Insgesamt konnte in mehreren vergleichenden Forschungsarbeiten zu verschiedenen Trainingsprogrammen eine deutliche Verbesserung der Schlafqualität festgestellt werden. Auch die Schlafdauer verlängerte sich signifikant. Diese Effekte zeigten sich auch in Nachuntersuchungen nach einem Jahr stabil.
Die Effekte des vorliegenden Trainingsprogramms wurden an Patienten untersucht, die an langandauernden Schlafstörungen litten. Nach dem Training zeigte zu allen Erhebungszeiten (unmittelbar nach dem Training, nach 3 Monaten, nach 6 Monaten) eine signifikante Verbesserung in der Selbsteinschätzung in den Variablen Schlaferholsamkeit, Einschlafdauer, Gesamtschlafdauer und nächtliche Wachliegezeit. Zudem nahmen die Fokussierung auf den Schlaf sowie Grübelaktivitäten signifikant ab, auch das Ausmaß von Depressivität verringerte sich signifikant. Ein weiterer positiver Effekt bestand in der Reduzierung suchtgefährdender Verhaltensweisen: 80% der Teilnehmer setzen zuvor regelmäßig eingenommene Schlafmittel vollständig ab, die übrigen Patienten reduzierten die Einnahme um mehr als 50% der Dosis. Genannte Effekte zeigten sich auch in der Nachuntersuchung nach 6 Monaten stabil.